Bayerischer Rundfunk sucht Familie für TV-Doku

Liebe Igelfreunde,

für eine TV-Dokumentation für die ARD und ARTE über Igel sucht der Bayerische Rundfunk eine Familie in Bayern mit Garten, in dem regelmäßig ein oder mehrere Igel überwintern.

Dreharbeiten@LBV

Dreharbeiten@LBV

In der Dokumentation soll gezeigt werden, dass Igel häufig in der Stadt anzutreffen sind. Idealerweise wohnen Sie deshalb in einer städtischen Siedlung, gerne in einer Kleinstadt, im Umkreis von bis zu ca. 100 km von München entfernt.

Geplant sind 10 Drehtage ab ca. April 2017 über einen Zeitraum von einem Jahr bis spätestens November 2018. Schön wäre es, wenn die ganze Familie und vor allem die Kinder gerne mitmachen würden.

Bei Interesse schicken Sie bitte direkt eine Mail an die Autorin und Regisseurin Angela Graas.

a_graas@t-online.de

Angela Graas freut sich über Ihre Zuschriften.

 

Selbst gebaute Igeltreppe

Igelfreunde im Einsatz :-)

Hier ein tolles Beispiel für die Überbrückung von Hindernissen.

Igeltreppe @Maximilian Auer

Igeltreppe @Maximilian Auer

Jetzt schafft es der Igel auch die Fressstation in Nachbar’s Garten zu erreichen. Super Aktion!

Vielen Dank Max für das tolle Foto.

Es sind kleine Dinge, die einen unglaublichen Nutzen für den Igel haben. Die „Gartenvernetzung“ ist für mich sogar der wichtigste Igelschutz überhaupt.

Haben auch Sie unüberbrückbare Hindernisse in Ihrem Garten? Vielleicht ist die Lösung ganz einfach.

WISSENSchaf(f)t Naturschützer!

Dankeschön

 

Laubsauger und -bläser

Liebe Igelfreunde,

Laubbläser und -sauger schaden der Natur. Vielen Naturfreunden beschert die Blattfärbung im Herbst ein wunderschönes Naturschauspiel. Doch das heruntergefallene Laub macht Hobbygärtnern auch viel Arbeit. Deshalb greifen viele statt zu Besen und Rechen aus Bequemlichkeit lieber zum Laubsauger und -bläser.

Laubsauger @H.Tuschl

Herbstliche Gartenarbeit @H.Tuschl

Diese übertriebene Gründlichkeit zerstört Lebensräume und die Nahrungsgrundlage für unsere Igel. Sinnvoller ist es, Laubhaufen für die Tierwelt anzulegen oder Blätter und Äste als natürlichen Kälteschutz für frostempfindliche Pflanzen zu verwenden.

Dann kann man sich auch den Gang in den Baumarkt sparen und muss nicht teuere Kokosmatten und Winterschutzvliese um seine Pflanzen wickeln. Außerdem verrotten die Blätter mit der Zeit und werden so zu wertvollem Kompost, der Nährstoffe in den Boden einbringt.

TIPP: Wer einen gepflegten Rasen möchte, sollte das Laub darauf entfernen, da es unter den bedeckten Stellen gelb wird. Alle gesammelten Blätter verteilen Sie lieber auf Ihren Blumenbeeten oder Rabatten. Wer keine Blumen- und Staudenbeete im Garten hat, kann das Laub unter die Hecke kehren, eine Igelburg bauen oder auf dem Komposthaufen entsorgen.

Laubsauger und -bläser braucht kein Mensch! Es gibt keine sinnvolle Erklärung warum man unter einer Hecke sauber macht und das Laub entfernt. Zumindest habe ich sie noch nicht gefunden :-)

Liebe Grüße

Martina Gehret

 

Gelbe Säcke am Straßenrand ©C.Bria

Der Müll im Sack!

Mit der Entsorgung unseres Mülls in „Gelbe Säcke“ kann man richtig Geld sparen und effizient recyceln. Je nach Landkreis gibt es neben den „Gelben Säcken“ auch „Graue“ oder „Blaue“. Alle zwei Wochen wird der jeweilige Recyclingsack an die Straße gestellt. Das ist wirklich praktisch, aber leider für sehr viele Igel eine Todesfalle.

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Igelgedicht

Kilian, der Igelmann

Es war einmal ein Igelmann,

sein Name der war Kilian.

Es war noch Winter, er schlief fest,

ein Haufen Holz das war sein Nest.

Doch eines Abends wird er wach:

Was ist denn das hier für ein Krach?

Und woher kommt der viele Rauch?

Oh nein, der Osterfeuer – Brauch!

Mit Müh und Not kann er entkommen,

vom Rauch ist er noch ganz benommen.

Grad als er denkt, wie knapp das war,

schwebt er schon wieder in Gefahr.

Es rast ein Auto um die Ecke

Und bringt den Igel fast zur Strecke.

So schnell wie er nur eben kann,

rennt er zum Garten nebenan.

Um weit´re Mühen zu ertragen,

braucht er jetzt dringend was im Magen.

Nur leider kommt er gar nicht rein,

ein neuer Zaun – muss das denn sein?

Der nächste Garten ist zwar offen,

doch Futter ist nicht zu erhoffen.

Der Rasen kurz, kein Kraut, kein Strauch,

da fehlen die Insekten auch.

So setzt er seine Suche fort

nach einem sich´ren Zufluchtsort:

Beinah wär er im Pool ersoffen

und fast gestürzt – ein Schacht stand offen.

Letztendlich hat er ihn gefunden

und kam ganz gut über die Runden.

Doch die Moral von der Geschicht´:

Leicht hat man es als Igel nicht.

 

Ein großes Dankeschön an Veronika Pokorny von der LBV-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck für dieses tolle Gedicht.

Igel jetzt zufüttern

11.10.2016

Haben auch Sie einen Jungigel entdeckt, der manchmal sogar tagsüber unterwegs ist und nach Futter sucht? Dann unterstützen Sie ihn bitte JETZT mit einer Zufütterung in Ihrem Garten.

Tagaktives IgelkindNur wenige Jungigel mit einem Gewicht unter 500 Gramm überstehen den ersten Winterschlaf erfolgreich. Entscheidende Faktoren – neben dem Körpergewicht – sind übrigens auch die Qualität des Winterquartiers und der Verlauf des Winters.

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Herbst©Dr. E. Pfeuffer

Kuschelburg für Igelkinder – Trocken durch den Herbst

20.09.2016

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Unser Igel hat wieder mehr Zeit, sich um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern. Das große Fressen hat begonnen. Es gibt zu dieser Jahreszeit nichts was Mecki mehr liebt, als mit einem vollen Bäuchlein im Trockenen zu sitzen. Unerfahrene Jungigel haben aber ihre zeitlichen Probleme mit dem Wohnungsbau. Die Qualität der Überwinterungsquartiere ist bei Jungtieren oft um ein Vielfaches schlechter als bei erfahrenen Igeln. Bitte unterstützen Sie die „jungen Wilden“ bei der Wohungssuche.

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Igelprojekt auch bei Dahoam is Dahoam

Liebe Igelfreunde,

heute Abend läuft im Bayerischen Fernsehen die Dahoam is Dahoam-Folge „Igelpapa wider Willen“. Die Folge ist bereits auf Youtube veröffentlicht.

Echte Igelfans werden die „kleinen“ Logikfehler schnell erkennen, aber über die tolle Werbung und die Hinweise, wie man richtig mit Igel umgeht, freuen wir uns trotzdem.

Liebe Grüße

Martina Gehret

Schnecken – Nicht jeder Schleimer ist mies!

04.08.2016

 

Liebe Igelfreunde,

viele Gartenbesitzer ziehen täglich in den Kampf gegen Schnecken – und das mit Gift. Dabei ist nicht jeder Schleimer schädlich.

Durch die Verwendung von Schneckenkorn erleiden alle Schneckenarten großen Schaden, also auch die Guten. Die meisten Gehäuseschnecken ernähren sich nämlich von abgestorbenem Pflanzenmaterial und helfen so bei der Humusbildung mit.

Tigerschnegel © C. Bria

Tigerschnegel © C. Bria

Der Tigerschnegel (Bild links) ist ein besonders sympathischer Gartenhelfer, trotz Nacktheit.

Jede Schnecke, ob sie nun nützlich erscheint oder nicht, hat ihren Platz in einem funktionierenden Ökosystem. Wird diese Lebensgemeinschaft gestört, können die gefräßigen Wegschnecken Überhand nehmen. Schneckenkorn löst dieses Problem nicht. Ganz im Gegenteil: Das Gift bringt alle Schnecken um und schont auch keine Igel, wie viele Hersteller behaupten. Wer Schneckenkorn in seinem Garten verwendet, schadet einem ganzen Ökosystem. Dabei ist die Lösung ganz einfach, umweltfreundlich und mit etwas Geduld absolut erfolgreich.

 

Schaffen Sie einen Garten, in dem sich jeder wohl fühlt. Fördern Sie die natürlichen Feinde der Schnecke wie Igel, Spitzmaus, Kröte, Blindschleiche und Eidechse durch die Gestaltung notwendiger Lebensräume. Wussten Sie schon, dass Schneckeneier, Larven und kleinere Schnecken auch gerne von Laufkäfern gefressen werden? Es gibt sogar schneckenabwehrende Pflanzen, die Sie zwischen gefährdete Gemüsepflazen und geliebte Prachtstauden in sogenannten Mischkulturen pflanzen können. Positiv bewährt haben sich hier Storchenschnabel, Eisenhut, Gartenmohn, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knoblauch, Lavendel, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Ysop, Ringelblume, Fetthennen und viele mehr.

 

Wir sind übrigens die guten Schleimer 

Weinbergschnecke ©Frank Derer

Weinbergschnecke ©Frank Derer

Weinbergschnecken haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Sie sind unglaublich langsam und gemütlich unterwegs. Wie die meisten Gehäuseschnecken ernähren Sie sich überwiegend von abgestorbenem Pflanzenmaterial. Weinbergschnecken stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen nicht aus der Natur entnommen werden.

Tigerschnecke©Ralph Sturm

Tigerschnecke©Ralph Sturm

Wer Tigerschnegel (Bild rechts) im Garten hat, kann sich glücklich schätzen, denn das sind richtige Verbündete im Kampf gegen „Schadschnecken“. Er frisst nicht nur abgestorbenes Pflanzenmaterial, sondern auch die Eier der anderen Nacktschnecken und dämmt so deren Verbreitung ein. Mein absoluter Gartenheld!

Hain-Schnirkelschnecke@Oliver-Wittig

Hain-Schnirkelschnecke@Oliver-Wittig

Die Hain-Bänderschnecke (stellvertretend für Gehäuseschnecken) ernährt sich überwiegend von abgestorbenen Pflanzenteilen. Es gibt zwar ein paar frische Pflanzen – Algen und Pilze – die ihr ganz gut schmecken, aber dafür leistet sie auch einen wertvollen Beitrag für ein funktionierendes Garten-Ökosystem. Sie räumt kostenlos den Garten auf und beschafft frischen Humus. Zudem schmeckt sie Igeln, Kröten, Blindschleichen und vielen Vogelarten.

Wer trotz Naturgarten den nackten Schleimern nicht Herr wird, sollte die Tiere absammeln und beispielsweise an Waldrändern entsorgen. Lebend über den Zaun werfen macht wenig Sinn :-)

 

Fazit

Auch Schnecken haben ihre ökologische Funktion und nicht alle Schleimer sind mies. Bitte verzichten Sie auf die Anwendung von Schneckenkorn in Ihrem Garten. Gift schadet dem ganzen Ökosystem und löst keine Probleme. Ein kostenloses Faltblatt zum Thema „Schnecken im Garten“ kann auch kostenlos hier bestellt werden.

Die Verbraucherzentrale warnt in einem aktuellen Bericht vor diesem Giftköder. „Schneckenkorn kann für Haustiere und Kleinkinder eine Gefahr sein“. Den ganzen Artikel finden Sie HIER zum Nachlesen.

 

Liebe Grüße

Martina Gehret