Igelgedicht

Kilian, der Igelmann

Es war einmal ein Igelmann,

sein Name der war Kilian.

Es war noch Winter, er schlief fest,

ein Haufen Holz das war sein Nest.

Doch eines Abends wird er wach:

Was ist denn das hier für ein Krach?

Und woher kommt der viele Rauch?

Oh nein, der Osterfeuer – Brauch!

Mit Müh und Not kann er entkommen,

vom Rauch ist er noch ganz benommen.

Grad als er denkt, wie knapp das war,

schwebt er schon wieder in Gefahr.

Es rast ein Auto um die Ecke

Und bringt den Igel fast zur Strecke.

So schnell wie er nur eben kann,

rennt er zum Garten nebenan.

Um weit´re Mühen zu ertragen,

braucht er jetzt dringend was im Magen.

Nur leider kommt er gar nicht rein,

ein neuer Zaun – muss das denn sein?

Der nächste Garten ist zwar offen,

doch Futter ist nicht zu erhoffen.

Der Rasen kurz, kein Kraut, kein Strauch,

da fehlen die Insekten auch.

So setzt er seine Suche fort

nach einem sich´ren Zufluchtsort:

Beinah wär er im Pool ersoffen

und fast gestürzt – ein Schacht stand offen.

Letztendlich hat er ihn gefunden

und kam ganz gut über die Runden.

Doch die Moral von der Geschicht´:

Leicht hat man es als Igel nicht.

 

Ein großes Dankeschön an Veronika Pokorny von der LBV-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck für dieses tolle Gedicht.